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Hinderniserkennung für schienengebundene Fahrzeuge der FH Augsburg
(Prof. Dr. B. Liesenkötter):

In Augsburg wurde an der dortigen FH. eine Hinderniserkennung für Schienenfahrzeuge entwickelt.

Die prinzipielle Funktionsweise des Gesamtsystems wird im nachstehenden Schaubild beschrieben:

System der Hinderniserkennung nach Prof. Sr. Liesenkötter

Diese konnte zwar zunächst nur an Modellbahnen erprobt werden, aber Computersimulationen haben bereits vor 1995 nachgewiesen, dass sich diese Hinderniserkennung für eine Frühwarnung vor gefährlichen Hindernissen im Fahrweg eignen wird.

Mit dieser Technik können bei Schienenfahrzeugen, die mit bis zu 120 km/h Höchstgeschwindigkeit auch höhengleiche Bahnübergänge kreuzen, viele schwere Unfälle vermieden werden.

Grundlagen dieser Technik

Das bereits im Jahr 1992 angedachte  Verfahren nutzt die Ausbreitung von Kurzwellen entlang einer Schienenstrecke (mit Hilfe eines erhöht angebrachten einfachen passiven Drahtes), um vom Fahrzeug aus solche Wellen auszusenden und deren Reflexion an Hindernissen im Fahrweg wieder im Fahrzeug zu empfangen.

Es handelt sich also um ein fahrzeugbasiertes Kurzwellen-Radar-System, das ähnlich einem Echolot entlang der Strecke – also auch um uneinsehbare Kurven herum – die Hindernisfreiheit überprüft. Aus diesem Grund würde es auch die Sicherheit im normalen Bahnverkehr deutlich erhöhen (Beispiele: Zugzusammenstöße mit Lkw auf Bahnübergängen, oder mit entgegenkommenden Zügen auf eingleisigen Strecken).

Leistungsfähigkeit des Kurzwellenradars

Zahlreiche Computersimulationen haben – in Kombination mit Laboraufbauten – nachweisen können, dass es möglich sein müsste, Hindernisse, die für ein SchienenTaxi gefährlich sein würden, über eine Entfernung von mehr als 1 km zuverlässig entdecken zu können (siehe: http://www.rfc-liesenkoetter.de/Lit-Downloads/17_IRS2005Paper.pdf ).

Diese Entfernung reicht aus, um das Fahrzeug genügend abbremsen zu können. Dieses weit reichende „kurvengängige" Vorwarnsystem soll im Nahbereich ergänzt werden durch ein normales Mikrowellenradarsystem aus der Kfz-Technik, das die letzen Meter bis zum Hindernis noch genauer bestimmen kann.

Aktueller Stand der Entwicklung

Im Jahr 2009 konnte erstmals die prinzipielle Funktionsfähigkeit dieses KW-Radars im Originalmaßstab auf einer Schienenstrecke nachgewiesen werden.

Es konnte eine ca. 1 m² große Blechplatte (auf einem Rollwagen) in einer Entfernung von 700 m hinter einer lang gestreckten Kurve entdeckt und ihre Entfernung richtig gemessen werden.

 

Gedanken zum möglichen Einsatz bei der „normalen Bahn"

Bei der normalen Bahn wird auch nachts und bei Sicht „Null" gefahren; viele Unfälle sind dokumentiert. Auffallend häufig sind Fahrfehler von Lkw, die bei (auch beschrankten) Bahnübergängen Unfälle heraufbeschwören, weil sie hinter dem BÜ Schwierigkeiten mit dem Einbiegen (in Nebenstraßen) oder Rangieren haben.

Allein die Vermeidung solcher Unfälle würde die Kosten der Investition des Hinderniserkennungssystems auf besonders gefahrenträchtigen eingleisigen (Neben-) Strecken Deutschlands ausgleichen können  siehe Vortrag auf der #railtec2007:
http://www.fachportal.nahverkehr.nrw.de/uploads/tx_abdownloads/files/publikationen_68_PDF_d.pdf
 

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