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Die passive Weiche der SKB GmbH - die Lösung für den Gegenverkehr!

1. Funktionsweise einer „bedienungsfreien verschleißarmen passiven Weiche (bvpW)"
2. Kostenrechnerische Vorteile der „bvpW" durch konstruktive Vereinfachungen:
3. Diskriminierungsfreies Befahren für alle Fahrzeuge möglich:
4. Gleisbautechnische Gestaltung von Kreuzungsanlagen


1. Funktionsweise einer „bvpW"

Bei der „bvpW" handelt es sich um eine Konstruktion, deren generelle Abmessungen identisch mit denen der herkömmlichen Weichen sind.

Der entscheidende Unterschied zu den konventionellen Weichenkonstruktionen besteht darin, dass es bei der „bvpW" keinerlei beweglichen Teile gibt: Sämtliche Bauteile (auch die bei konventionellen Weichenkonstruktionen immer beweglich gestalteten „Zungen") sind unbeweglich auf den Schwellen befestigt.


Das Funktionsprinzip dieser Weichenkonstruktion besteht darin, dass jedes Fahrzeug bei spitzem Befahren zwangsweise geradeaus weiterläuft. Es kann also nicht auf das Zweiggleis „ausweichen“ – so, als ob es an dieser Stelle gar keine Weiche gäbe.

In umgekehrter Fahrtrichtung kann die Weiche dagegen problemlos sowohl von Stammgleis als auch vom Zweiggleis her kommend befahren werden, wie in dem kleinen Clip gezeigt unter Ziffer 4 wird.

Neu entwickelte „Spurkranzauflager" gewährleisten das ruhige Rollen des Rades im Bereich der abgeschnittenen ehemaligen Zungen. Zusätzliche Radlenker gewähren die Sicherheit des gewollten Geradeauslaufes unter allen Bedingungen.

Weil sämtliche Teile unbeweglich sind, kann es auch kein Einfrieren der Weiche geben. Damit ist der sichere Betriebsablauf auch im Winter möglich.

Für die "bvpW" wurde am 16. 07. 2013  unter der Nr. 20 2013 003 993.0 der Gebrauchsmusterschutz erteilt. Das Patentierungsverfahren steht noch bevor.

2. Kostenrechnerische Vorteile der „bvpW" durch konstruktive Vereinfachungen:

Weil für die „bvpW" keinerlei Bedienungs- bzw. Stellvorrichtungen benötigt werden, ergibt sich, dass die Herstellung einer „bvpW" beim Hersteller stark vereinfacht wird. Daraus folgen automatisch deutlich niedrigere Herstell- und in der weiteren Konsequenz geringere Anschaffungskosten. Aber auch bereits bestehende Weichen können ohne Weiteres zu einer „bvpW" umgebaut werden. Das ist auf der hauseigenen Strecke im Bereich des ehemaligen Bahnhofs Ehringhausen vorgesehen; zwei entsprechende gleichgerichtete Weichen liegen dort zum Umbau bereit. Beim Umrüsten werden die bisher beweglichen Zungen gekürzt, dann auf den Schwellen dauerhaft fest montiert und gleichzeitig sämtliche bisher erforderlichen Bedienungs- und Verschlusseinheiten entfernt, weil das vorherigen Sichern und Abschließen der Weichen nunmehr ersatzlos entfällt.

Damit entfallen für alle (neu gebauten oder umgerüsteten ehemalige konventionellen) „bvpW"

  • sowohl die sächlichen Kosten (z. B. für Stellwerke und deren Anlagen einschließlich der ggf. erforderlichen Signale für die Weichenbedienung)
  • als auch die personellen Kosten, einschließlich der Notwendigkeit der konventionellen Weichenpflegekosten.
  • Verschleiß bzw. Lebensdauer: Weil die „bvpW" keine beweglichen Teile enthält, dürfte ihre Abnutzung nur sehr geringfügig über dem des übrigen Oberbaus liegen.
  • Folge: Damit sinken auch die Trassenkosten nachhaltig und auf Dauer in ihrer Gesamtheit.

3. Diskriminierungsfreies Befahren für alle Fahrzeuge möglich:

Es gab und gibt immer wieder Bemühungen, Weichen "passiv" zu gestalten. Ein tiefer Blick in die zuständige Abteilung des Patentamtes zeigt die vielen unterschiedlichen Vorstellungen. Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie zusätzliche Modifikationen am Fuhrpark verlangt, weil nur entsprechend aus- und umgerüstete Fahrzeuge über diese Weichen fahren können.

Dagegen trifft auf die "bvpW" zu: Sie kann von allen zugelassenen Fahrzeugen ohne jede bauliche Zusatzaus- oder Umrüstung in jeder Richtung problemlos befahren werden.

Für die SKB GmbH ist die Tatsache wichtig , dass diese Konstruktion diskriminierungsfrei funktioniert. Das bedeutet, dass an den Fahrzeugen selbst keinerlei Veränderungen und/oder Umbauten vorgenommen werden müssen. Damit wird die Verwendung der "bvpW" grundsätzlich auf allen Gleisanlagen - gleich welcher Spurweite - weltweit kostengünstig möglich.

4. Gleisbautechnische Gestaltung von Anlagen für Zugkreuzungen (2 Planskizzen)

Die bisher klassische Gestaltung eines Kreuzungs- oder Begegnungsbahnhofes mit einem Stammgleis und einem Ausweichgleis, das mit je einer Rechts- und einer Linksweiche an das Stammgleis angeschlossen wird, muss geändert werden. Auf einer Kreuzungsstation müssen zwei gleichartige „bvpW" (entweder je zwei rechts- oder zwei linksgerichtete) eingebaut werden. Die Gleisanlagen werden daher in der Form eines Parallelogramms angeordnet:

Ein einfaches Modell mit der o. a. Gleisanlage wurde im Stellwerk von Halver-Oberbrügge (in NRW) aufgebaut und der Öffentlichkeit erfolgreich demonstriert.

Der Begegnungsverkehr läuft mit Hilfe der "bvpW" folgendermaßen ab:

Die entgegenkommenden Fahrzeuge laufen auf ihrem jeweiligen „Stammgleis“ geradeaus in die Kreuzungsstation ein, fahren also aneinander vorbei. Nachdem beide Fahrzeuge angekommen sind, kann die Weiterfahrt problemlos über die Einfädelung der "bvpW" auf das weiterführende Gleis erfolgen.

Nachstehend wird an einem kleinen Clip die Funktionsweise der "bvpW" vorgestellt. Diese Werkstatt-Anlage besteht aus drei Gleisen. Sie enthält neben den drei "bvpW" deswegen noch eine zusätzliche konventionelle Weiche, so dass alle denkbaren Rangierbewegungen durchgeführt werden können.

Bitte den Link zum Clip anklicken:   07-07-2017 - Probefahrt (ggf. siehe unter "Dokumente" bzw. unter "Downloads" auf Ihrem Rechner)

Wie in dem kleine Clip zu sehen ist, werden die "bvpW" nicht bedient. Die Lok überfährt die Weichen wie gewollt bei spitzer Fahrt geradeaus und kann auch vom Nebengleis her kommend mühelos einfädeln. Das ist besonders deutlich im letzten Teil des Clips zu sehen, weil dort die Unberührtheit der "bvpW" zusammen mit der Lok nach deren Einfädeln und vor ihrer Rückfahrt "spitz" - also geradeaus - gesehen werden kann.

Die auf der kleinen Demonstrationsanlage zusätzlich eingebaute konventionelle Weiche ermöglicht darüber hinaus sämtliche denkbaren Fahrten bzw. Rangierbewegungen über alle drei Gleise; sie könnte in der Praxis vor Ort "händisch" oder per Funk usw. bedient werden. Auf die Fahrt über eine konventionell bedienbare Weiche wird in diesem Clip verzichtet; die Betonung liegt auf den Fahrten über die "bvpW" in bzw. aus jeweils beiden Richtungen.

Möglichkeiten mit dem Einsatz von mehreren „bvpW“ – vier- und mehrgleisige Bahnhofsanlagen:

Auf Nebenbahnen könnte die Notwendigkeit eintreten, einen Bahnhof mit vier (oder mehr) Gleisen betreiben zu müssen. Das ist beispielsweise bei einem viergleisigen Bahnhof mit Hilfe von 5 „bvpW“ und nur einer konventionell betriebenen Weiche möglich, wie das folgende Schaubild 2 zeigt:

Werden mehr als vier Gleise benötigt, müssen zum Beispiel für einen sechsgleisigen Bahnhof lediglich zwei konventionell bedienbare Weichen (allerdings beide entweder als Rechts- oder als Linksweichen ausgelegt und gegenläufig eingebaut) in das als Hauptgleis vorgesehene Gleis eingebaut werden. Von ihr zweigen dann im Sinne der Symmetrie eines Parallelogramms jeweils zwei weitere Gleispaare ab, die über "bvpW" befahren werden. Derartige zusätzliche Gleise können als Abstell- und Wartungsgleise verwendet werden.

Der Begegnungsverkehr selbst kann je nach der spezifischen Anforderungen nach den Regeln des vereinfachten Nebenbahnbetriebs und/oder „auf Sicht“ bzw. nach der "BOStrab" erfolgen.

Abhängig von der Häufigkeit der einzubauenden Kreuzungsstellen ist somit ein beliebig dichter Zugverkehr auf eingleisigen Strecken möglich. Eine physische Verbindung von Signaleinrichtungen zu den "bvpW" existiert nicht. Sie ist auch nicht erforderlich, weil der Verkehr der SchienenTaxen elektronisch vollautomatisch abläuft.

In Verbindung mit unserer Hinderniserkennung nach Prof. Dr. Liesenkötter kann damit ein sichererer Betrieb durchgeführt werden, als das ein Mensch je leisten könnte.

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