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Pilotprojekt Schienentaxi zwischen Halver und Lüdenscheid-Brügge                                      Berlin, 25. September 2012

Sehr geehrter Herr Parlamentarischer Staatssekretär, 

in meinem Wahlkreis wird derzeit von der DB Netz AG der Streckenabschnitt zwischen Lüdenscheid-Brügge und Meinerzhagen in zwei Baustufen instand gesetzt (Volmetalbahn). Mittelfristig soll dadurch die Anbindung an die Strecke der Aggertalbahn über Marienheide in Richtung des Ballungsgebietes Köln gelingen.

Entlang der Strecke betreibt die Schleifkottenbahn GmbH ein Pilotprojekt mit einem elektrisch betriebenen Schienentaxi. Zur Erprobung des Schienentaxis haben die Betreiber die Strecke zwischen Halver und Oberbrügge erworben. Nun wird angestrebt, zwischen Halver und Brügge Personenverkehr nach der Betriebsordnung für Straßenbahnen (BOStrab) zu realisieren, was zwischen Oberbrügge und Brügge ein Nebeneinander der Volmetalbahn und des Schienentaxis notwendig machen würde.  Konkret benennen die Betreiber drei Reibungspunkte, welche zwischen den Planungen der DB Netz bei der Instandsetzung und der Schleifkottenbahn bestehen:

1.      Das neu zu verlegende Gleis müsste von der DB Netz AG so verlegt werden, dass das ehemalige zweite Gleis von Oberbrügge nach Brügge nach der BOStrab von der Schleifkottenbahn GmbH erstellt und befahren werden kann,

2.      In Brügge müsste sichergestellt werden, dass die ehemaligen Bahnsteige 1 und 2 sowie die Unterführung zum Bahnhofsvorplatz für das Schienentaxi genutzt werden können.

3.      Die Kosten für den Erhalt einer Stützmauer, welche neben der Bundesstraße 54 verläuft, müssten zu gleichen Teilen von der DB Netz AG und der Schleifkottenbahn GmbH übernommen werden,

Ich möchte Sie bitten zu prüfen, inwieweit die Vorstellungen der Schleifkottenbahn GmbH in die Planungen der DB Netz für die Instandsetzung einbezogen werden können und entsprechend nach Ihren Möglichkeiten auf die DB Netz AG einzuwirken. Da sich aus der Idee des Schienentaxis vielleicht eine gute lokale Ergänzung des Schienenpersonenverkehrs entwickeln könnte, wäre es bedauerlich, wenn die Reaktivierung und Instandsetzung einer Bahnstrecke, die rundweg begrüßt wird, bauliche und planerische Tatsachen schafft, welche eine weitere Erprobung des Projekts Schienentaxis verhindern würden.

 

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Matthias Heider MdB (handschriftlich unterzeichnet)

 

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