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Vermeidbares Zugunglück – hat der Gedanke an mögliche Kosteneinsparungen bei der Bahn (DB Netz AG) Vorrang vor Menschenleben?

Bitte lassen Sie uns aus aktuellem Anlass – dem schweren Zugunglück am 29. Januar 2011 bei Hordorf nahe Oschersleben mit vielen Toten – gemeinsam die Aufmerksamkeit auf Herrn Professor Dr. Liesenkötter (FH-Augsburg) richten.
Er ist der Erfinder eines „Hinderniserkennungssystems“, das relativ kostengünstig in Eisenbahnfahrzeuge eingebaut werden kann.

Hätten es die beiden Fahrzeuge an Bord gehabt, wäre das Unglück höchstwahrscheinlich gar nicht möglich gewesen.
Vor langer Zeit stand Herr Prof. Dr. Liesenkötter in Verhandlungen mit der DB AG. Sie zerschlugen sich, weil das Hinderniserkennungssystem von führenden Personen der DB AG als unnötig bewertet wurde, denn „es gebe Lokführer “…

Doch auch unter kostenrechnerischen Gesichtspunkten sind die vorgelegten Zahlen interessant: Die Kosten für die Weiterentwicklung der Elektronik schätzt Herr Liesenkötter auf 200.000 €. Dagegen stehen mindestens 50.000.000 € an Schäden durch vermeidbare Unfälle - das menschliche Leid kann dabei gar nicht berücksichtigt werden. Wer trägt dafür die Verantwortung?

Das Ausland ist  offenbar weitsichtiger; hier finden Verhandlungen mit Herrn Liesenkötter statt.

Dieses Hinderniserkennungssystem soll aktuell in Deutschland auf unserem neuen System von SchienenTaxis eingesetzt werden. Es wird damit ein bisher nicht gekanntes Maß an technisch basierter Sicherheit im SPNV anbieten.
 

Zu seinem Hinderniserkennungssystem schrieb Herr Prof. Dr. Liesenkötter am 30. 01. 2011:

"das gestrige Zugunglück ist schrecklich, aber es ist genau eines der typischen, die mein Hinderniserkennungssystem absolut sicher vermieden hätte:
Es ist eine offenbar eingleisige Strecke ohne Oberleitung, bei der der entgegenkommende Zug auf über 1 km Entfernung sicher erkannt worden wäre.

Leider haben sich früher weder die DB noch die Versicherungsgesellschaften für eine Verhinderung solcher Unglücke interessiert (ich habe ordnerweise entsprechenden Schriftverkehr...).
Aber ich bin inzwischen müde geworden, immer wieder auf die technisch realisierbaren Möglichkeiten hinzuweisen, denn offenbar interessiert sich niemand dafür.

Nachdem ich 2009 in Frankreich (bei Alstom) experimentell nachweisen konnte, dass meine rechnerischen Vorhersagen genau zutreffen, würden jetzt nur noch ca. 200 T Euro fehlen, die entsprechende Elektronik für den Fahrbetrieb zu entwickeln und zu bauen, um auf einer mit einem Draht ausgerüsteten Strecke das System mit seinen Fähigkeiten vorführen zu können.

In der beigelegten Liste von Unglücken (nur bis 2007 geführt) habe ich als Kostenfaktor für Tote und Verletzte die Werte der Versicherungswirtschaft eingesetzt.
Heute habe ich den aktuellen Unfall mit aufgenommen (auf dem Blatt unten, zweiter Link). Als Summe ergäbe sich nun sicher inzwischen etwa 50 Mio. Euro.

Zur Abrundung verweise ich noch auf meinen Vortrag bei der #railtec2007, bei dem ich auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis eingegangen bin:                                   http://www.hs-augsburg.de/~liese/downloads/railtec.pdf  (ab Folie 18)."


Kosten-Nutzen-Faktor des Hinderniserkennungssystems „KW-Schienenradar“
         Liste von Strecken mit mir bekannten Unglücken der letzten 6 Jahre:

 

ungefähre Schadenshöhe

DatumStreckeMenschenSachschaden
2001    Lindau-Wasserburg/Enzisweiler (Strecke Lindau-Friedrichshafen)    82 Verletzte    2 Züge!
2002    Mühldorf-Burghausen (Baum)      1 leicht Verl.    800.000 €
2003    Schrozberg (Aschaffenburg-Schrozberg-Crailsheim)      7 Tote, 25 Verl.    2 Züge!
2003    Holzdorf (Weimar); 2 Züge. (Bericht von EBA)      1 Toter, 27 Verl.    2 Mio €
2005    Fichtenberg (Allgäu); Müll-LKW auf BÜ/Brücke      1 Toter, 26 Verl.    > 1 Mio €
2005    Allgäu-Teermaschine      1 Toter, 15 Verl.    sehr groß
2006    Eschenlohe (Garmisch-Murnau)      9 Verletzte    LKW/Bahn
2006    Traunstein (BÜ an der Wolkersdorfer Str., Nebenstrecke Garching a. A.)      2 leicht Verl.    > 100.000 €
2006    Pfronten-Kempten bei Oy-Mittelberg-Oberzollhaus (Füssen-Strecke)    17 Verletzte    Bahn (gering)
2006    Hergensweiler/Lindau (13 Unfälle seit 2000;        Hauptstrecke Lindau-Wangen)      1 Toter    PKW
2007    Bus auf BÜ bei Malchin      1 Toter, 9 +27 Verl.    ca. 2,5 Mio €
2007    Schrobenhausen (PKWwendet auf BÜ)      1 Toter    PKW/Bahn
2007    Traunstein (BÜ Kotzingerstr., LKW)      1 schwer Verl.    15.000 €
 Grob geschätzter Schaden17,8 Mio €ca.13 Mio €

   (1 Toter = 1,2 Mio; 1 Schwerverl.= 0,12 Mio) + Verletzte
 

Notizen aus meinem Rechner (zufällig gesammelte Zeitungsmeldungen)

Dr. Bernhard Liesenkötter am 31. August 2007
 

Nachtrag für 2006: http://www.osthessen-news.de/beitrag_A.php?id=1126112
 

Nachtrag für 2011: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,742474,00.html#ref=desktopalert
 

Prof. Dr. B. Liesenkötter 03.09.2007 – Tabelle ergänzt am 30.01.2011

 

 

 


 

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