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15.04.2009 Wettbewerb für Schienenfahrzeuge -
Märkisch-Bergischer Eisenbahnverein

 Halver, 15.04.2009, Matthias Clever

Halver. „Schienen erhalten, Zukunft gestalten" – so könnte das Anliegen des Märkisch-Bergischen Eisenbahnvereins (BME) zusammengefasst werden. Mit dem ersten Versuchsträger des Schienentaxis sorgten die Mitglieder im vergangenen Jahr bundesweit für Furore.

„Das war erst der Anfang", sagt Friedrich Wilhelm Kugel. So soll in diesen Jahr ein zweiter Versuchsträger gebaut und die Strecke Oberbrügge-Halver als Pilotstrecke in Betrieb genommen werden. Außerdem will der Verein erreichen, dass ein Verkehr von Bahn und Bus von Halver bis Wuppertal möglich ist.

„Bis wir diese Zielvorgabe erfüllt haben, wird sicherlich noch einige Zeit vergehen", räumt Kugel ein, „doch wenn wir gar nichts unternehmen, werden auch die noch vorhandenen Schienen abgebaut und zu Geld gemacht." Seiner Meinung nach habe er von Verantwortlichen aus der Landes- und Bundespolitik keine Unterstützung bekommen. „Im Gegenteil, mit dem Vorbringen fadenscheiniger Argumente und Verzögerungstaktiken aller Art warten diese Kreise nur darauf, dass wir aufgeben", erklärt Kugel. Der Initiator des Schienentaxis will nun Bürger und Unternehmer ins Boot holen, um die Ziele des BME durchzusetzen.

Dazu soll in den kommenden Wochen ein Wettbewerb ausgeschrieben werden. „Bürger sollen selbst Fahrzeuge bauen und diese auf die Schienen bringen", so Kugel. Der Wettbewerb soll in zwei Kategorien unterteilt sein: Mit und ohne Verbrennungsmotor. „Ob mit Solar angetrieben, Muskelkraft oder mit einem alten Mofa-Motor – alles ist denkbar, um die Draisinen ans Fahren zu bekommen", meint der Visionär. In Halver könnten die Fahrzeuge auf einer 200 Meter langen Strecke getestet werden. Anfang September sollen die Ergebnisse präsentiert und prämiert werden. „Ein kurzer Zeitraum, aber dennoch realistisch, etwas zu schaffen", so Kugel. Er verweist auf den Bau des Versuchsträgers für das erste Schienentaxi: der habe nur wenige Wochen gedauert.

Fahren könnten die selbstgebauten Draisinen auch auf der stillgelegten Strecke zwischen Radevormwald-Wilhelmstal und Wuppertal. Ziel sei es, auch die Strecke zwischen Halver und Oberbrügge als Pilotstrecke zu aktivieren. Dazu sucht Kugel Mitstreiter, die sich nach dem Vorbild des Freundeskreises der Herpine engagieren (siehe Infobox).

 

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